Das Institut der letzten Wünsche – Antonia Michaelis

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“Die bewegende Geschichte einer tragisch-schönen Liebe!”

 

 

 

 

Zum Inhalt:

Ein Buch, das einen lächeln lässt, während man Tränen in den Augen hat!
Die verträumte Mathilda arbeitet für eine Organisation, die sterbenden Menschen ihre letzten Wünsche erfüllt. Ein letztes Mal Schneeflocken spüren mitten im Hochsommer, Maria Callas live erleben oder in einem stillgelegten Vergnügungspark Riesenrad fahren – alles kein Problem, kleine Tricks inbegriffen. Das ändert sich, als Mathilda Birger begegnet. Denn er wünscht sich, vor seinem Tod noch einmal seine große Liebe Doreen und ihr gemeinsames Kind wiederzusehen. Mathilda soll sie für ihn suchen – nur will sie Doreen eigentlich gar nicht finden, denn sie hat sich auf den ersten Blick in Birger verliebt.

Rezension:

Die junge Mathilda, die ihr Medizinstudium kurz vor dem letzten Examen abgebrochen hat, arbeitet im ‚Institut der letzten Wünsche‘. Zunächst einmal: Ich finde die Idee klasse! Ein Institut, das die letzten und sehnlichsten Wünsche sterbender Menschen erfüllt. Hört sich vielleicht etwas seltsam ein (meine Kollegin meinte schon es handle sich um einen Fantasy-Roman), aber ich muss sagen, ich habe in letzter Zeit selten einen so einzigartigen, tiefgründigen und wunderschönen Roman gelesen, der sich mit einem so traurigen Thema auseinandersetzt. Viele traurige Handlungen, die mit einer gesunden Würze und einer angemessenen Prise Humor angehaucht sind. Ich habe jedes Wort genossen und man stellt sich doch immer wieder die Frage: Was wäre mein letzter Wunsch?

„Es war nicht ganz einfach, das Pferd in die S-Bahn zu bekommen. Zum Glück war es ein sehr kleines Pferd, ein Pony eigentlich. […] Sie bemühte sich, ihrer Stimme einen möglichst ruhigen Klang zu geben, freundlich, geduldig; wie man eben so mit Pferden spricht, die in S-Bahnen steigen. […] Das Schild an der Türe verbot zwar ausschließlich Pommes, Eis und Rollschuhe in der S-Bahn. Von Pferden stand da nirgends was.“

Täglich erscheinen im Institut sterbende die Menschen, die maximal noch 6 Monate zu leben haben. Es werden viele skurrile und abgedrehte Wünsche geäußert und so mancher Wunsch bringt das Institut in Schwierigkeiten. Nicht selten geraten Mathilda und ihre Kollegin mit dem Gesetzt in Konflikt. Doch keiner kann das Institut stoppen. Und ganz nebenbei verliebt Mathilda sich in einen ihrer Kunden. Schade nur, dass sie für ihn seine große Liebe Doreen suchen soll…

„Wer bin ich? Wozu bin ich hier? […] In dem Moment, in dem du die Antwort auf diese Frage hast, kannst du sie auf einen Grabstein schreiben. Wer man ist, weiß die Welt erst, wenn man damit fertig ist, zu sein!“

Schlichtweg ein ganz toller Roman, mit einem poetischen Schreibstil!

Details:

Das Institut der letzten Wünsche von Antonia Michaelis
Roman
Verlag: Knaur (2015)
Sprache: Deutsch
Gebunden, 496 S.
ISBN-13: 978-3-426-65365-4
Meine Bewertung:

        
        

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